Bremer Vereine für Obdachlose

Wir schauen nicht weg!

BVF_Logo_querformat.gif

Projektpate

Als Profifußballer feiert Holger Wehlage 2004 mit dem SV Werder Bremen den Doppelsieg: als Deutscher Meister und als Pokalsieger. Weitere Spielstationen führten ihn zum FC St. Pauli und zur Eintracht Braunschweig.

Seit vielen Jahren engageirt sich Holger Wehlage für die sozialen Projekte unseres Vereins. Er ist Teil der Foto-Wanderausstellung gegen Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus Sei eine Stimme und engagiert sich im Team der Dynamic Soccer Stars. Seit März 2022 ist er Pate für das Projekt Bremer Vereine für Obdachlose.

Holger Wehlage Meisterschale

Im Gespräch

mit Holger Wehlage

Was motiviert dich, Projektpate für BVFO zu werden?

Generell versuche ich immer, Gutes zu tun und etwas zurückzugeben. Durch meine Vergangenheit in der Öffentlichkeit habe ich es erlebt, mit relativ wenig viel zu erreichen. Ich finde das Projekt sehr, sehr gut und so kann ich etwas zurückgeben an die tollen Jahre in Bremen. Wenn ich helfen kann, dann bin ich immer gerne bereit, ob durch Präsenz oder eben als Pate.

Wie ist dein persönlicher Bezug zu Bremen?

In Bremen hatte ich meine erfolgreichste Zeit mit zwei Titeln am Ende. Ich habe mich dort super wohlgefühlt und werde die Zeit rund um den Double-Sieg mit Werder 2004 immer in guter Erinnerung behalten. Ich bin auch heute gerne in Bremen und noch aktiv in der Werder-Traditionsmannschaft. Der Bezug zu Bremen war immer da und wird aufgrund meiner persönlichen Historie mit Werder auch immer bleiben.

Was begeistert dich an dem Projekt?

Ich war selbst einmal in Bahnhofsnähe als Gast im Hotel und habe beobachtet, was auf den öffentlichen Plätzen los ist. Und das ist ähnlich, egal, wo man ist, auch in anderen Städten. Einige wollen sich nicht helfen lassen und das muss man respektieren und akzeptieren. Dennoch gibt es aber andere, die sich gern helfen lassen, wieder in ein „normales Leben“ zu finden. Menschen zu finden, die Hilfe annehmen wollen und können, ist Grundvoraussetzung.

Man muss Möglichkeiten finden, um aufmerksam zu machen. Und wenn dann noch die Lebenssituation für den einen oder anderen dadurch besser wird, ist schon eine Menge gewonnen.

Welche Ideen hast du bereits für das Projekt?

Ideen habe ich viele. Eine bezieht sich beispielsweise auf meine persönliche Historie, nämlich als Geldspenden jeweils 2.004 Euro von Firmen zu erhalten. Da hätte man den Bezug zum Werder-Double-Jahr.

Was wünschst du dir für das Projekt?

Zunächst Aufmerksamkeit für die Menschen, die Hilfe wollen. Und dann auch Hilfsbereitschaft, diese Menschen zu unterstützen. Aufgrund der aktuellen Lage ist die ja zurzeit generell groß. Und wenn man nur einen erreicht, der dadurch wieder den Eintritt in ein „normales“ Leben findet, ist viel geschafft. Dann kann ein Dominoeffekt entstehen; es spricht sich rum und wer weiß, was sich alles daraus entwickelt. Auch Erwachsene können feuchte Augen bekommen, wenn sie vom Leben gebeutelt wurden.